Donnerstag, 15. September 2016

Das alte Tivoli in Trümmern und was aus der Kramkiste

Die Geschichte mit dem Café Niessen in der Pontstraße braucht noch was zu reifen, daher ein Schwung Photos aus dem und von Aachens früheren Kultstadion dem alten "Aachener Tivoli".

Keine Ahnung, wann ich diese Aufnahme gemacht habe oder wer da gespielt hat.


 Von dem legendären Auftritt des Franz-Josef Strauß irgendwann in 1980 hab ich auch nichts ...

Sehe aber gerade, daß ich zum "Alten Tivoli" bereits im April 2015 was veröffentlicht habe.

Alter Tivoli am 23. Oktober 2011

Werde ich etwa tüdelig ... ?

Mach ich halt ´ne kleine Wundertüte draus ... !
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 16. April 1986 im Audimax Aachen, Roter Hörsaal der RWTH mit Maria Joao und Band, veranstaltet vom Malteserkeller anläßlich des 25-jährigen Jubiläums.


Toshinori Kondo & Ima am 31. Mai 1986.


 Voll Scheiße die Truppe und pervers laut ... !

Das hier war super! Frauen-Power-Mucke aus dem nunmehr befreitem Königreich England.

The Guest Stars ...


... mit der bezaubernden Linda da Mango an den Congas und der tollen Stimme.


Bill Ramsey ist dann auch noch gekommen in den Keller.


War wohl am 25. Mai 1986.
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So sah es am Keller im Jahre 1979 aus.


Und so im Jahre 1990 am Malteserkeller aus.


Verdammt ... war schon ´ne tolle Zeit in dem Schuppen, wo ich es immerhin bis zum II. Vorsitzenden und Kassenwart geschafft hatte.

Jetzt ist sogar die alte Homepage verschwunden. Nur noch ´ne verschißene Fratzenbuch-Seite.

Wenn´s interessiert  klicke hier. Zum Keller mach ich mal was spezielles demnächst.
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Meine erste Waschmaschine (´ne Hoover) in 1976 hat bis 2000 ohne Probleme meine Wäsche gewaschen.

  Der Rest der Bude in der Ottostraße ? Na ja ...

Jeder hat mal klein angefangen :-)
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Heute kann ich es mir leisten, die alten Platten aus dem Malteserkeller als Balkonverkleidung  zu verhunzen ... 

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Schon mal so was gesehen ... ? Ich nicht !


Gefunden auf einem Forum, auf dem es ständig Wiedergeburten längst tot geglaubter gibt.
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Wer´s braucht ........... ? Und Adieda bis denne ... !

Montag, 1. August 2016

Tegos Tegos | Das hellenische Mammut in Aachen

Dieser Beitrag hätte auch Teil der Serie ´Aachen | Das große Fressen und Saufen ...´ sein können.

Nein! Dem Herrn Tegos Tegos von der alten Griechen-Pinte Hellas in der Aachener Königsstraße gebührt die Ehre eines eigenen Titels.

Er ist der letzte große Hellene aus jener Zeit, wo Aachen die Stadt in Deutschland gewesen war, welche den höchsten Bevölkerungs-Anteil an Griechen bundesweit hatte.

Die tieferen Gründe für den großen Exodus vieler Griechen in den Sechziger Jahren des XX Jahrhunderts waren auch in den damaligen politischen Verhältnissen jener Ära zu suchen, die vom Griechischen Bürgerkrieg und der Griechischen Militärdiktatur geprägt gewesen waren.

Weshalb sie größtenteils nach Aachen gekommen waren? Keine Ahnung! 

Aber es war eine tolle Zeit gewesen, - haben doch die Griechen in Aachen in den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern dafür gesorgt, daß es eine Unzahl an guten und günstigen griechischen Restaurants und Kneipen gab, die so manchen Aachener und vor allem viele Studenten auch nach der ersten Hälfte eines Monats mit durchaus gnadenreichen Preisen durch den Rest des Selben durchfütterten ... 

Tegos Tegos war einer von ihnen! 





Sein Restaurant hatte ich mit einer Gruppe bekiffter Freaks das erste mal 1970 betreten, anläßlich meines Besuchs des Pop-Festivals im Soerser Reiterstadion.

Seine Frau führte das Regiment in der Küche und wir wurden als immer hungrige Hasch-Jünger vorzüglich mit allem bedient was die griechische Küche aus Töpfen und Pfannen zaubern konnte.

Kurz darauf war ich wieder in Berlin, landete erst mal für längere Zeit in Alt-Moabit 12a und hatte diese Gaststätte - als ich 1976 nach Aachen gezogen war - zwar nicht vergessen, sie allerdings auch nie wieder gefunden, obwohl ich im Laufe der Jahrzehnte immer mal sporadisch danach suchte.
O o o o o

Im Juni 2014 flaniere ich mal wieder ziellos so durch die Stadt und entdecke dieses Stilleben urbanen Stadt-Ambientes am Templergraben Ecke Königsstraße.


Kippenautomat, angesiffter Kaugummikasten, ´n bißchen Müll und Dreck sowie einer Gedenktafel für die Gräfin von Harscamp.


Ich steh ja auf so was ...


Während ich so knipse, geht die Tür der Gaststätte auf und Tegos tritt heraus.


Was es denn so Interessantes zu photographieren gäbe an seinem Haus, wollte er wissen.

Wir kommen ins plaudern und ich erkläre ihm meine photographischen Lieblings-Motive.

Er bittet mich in seine Gaststätte hinein und, ---- !!! ich denk, ich fall´ in Ohnmacht, - !!!

Ich schwör´s beim Zeus, ich steh in der Kneipe, in der ich das letzte mal 44 Jahre zuvor meine Schritte gelenkt hatte, um meinen THC-bedingten Hunger zu stillen.








Ich hab alles auf Anhieb wiedererkannt, nur, daß es nicht mehr nach guter, leckerer Küche der Hellenen roch.
 
Tegos kam Mitte der Sechziger des vorigen Milleniums nach Aachen und arbeitet anfangs im Straßenbau.

1969 eröffnete er mit seiner Frau diese Gaststätte, die über Jahrzehnte hinweg ein kleiner Geheimtip in der damals überbordenden Aachener Griechen-Scenerie gewesen war.

Und so hatte ich ihn kennengelernt.



Seither wurde in seinem auch heute noch liebenswerten Geschäft kein einziger handwerklicher Pinselstrich durchgeführt, den man auch nur ansatzweise mit einer Renovierung in Verbindung hätte bringen können.


Ganz so, wie es mir gefällt ... !

Im Jahre 2009 konnte er noch mit seiner Familie das 40-jährige Jubiläum feiern.

Nun ist sehr ruhig geworden in seiner Kneipe ...!

Vor einigen Jahren verstarb seine Frau.


Die Kochplatten blieben ausgeschaltet.

Die Kinder sind nicht immer bei ihm.


Die alte (Stamm-)-Kundschaft in Kiez stirbt aus. "Sind alle weg ..." sagt er traurig.

Die jungen Anwohner gehen heute woanders hin.

Die Zeit der Griechen in Aachen ist schon seit Langem vorbei und einen hippen Event-Charakter hat seine Gaststätte heutzutage nicht wirklich. WLAN gibt es auch nicht ... :-)

Das könnte eigentlich schon fast wieder trendy werden ... ! Müßte nur irgendwie gehypt werden ... !

Ab und zu kommt ein einsamer, Bitburger trinkender Pilzsammler rein, dessen mykologischen Ausschweifungen er nun schon seit einigen Jahren mit stoischer Ruhe ausgeliefert zu sein scheint.



ευχαριστώ Tegos, daß ich Dich kennen lernen durfte!

ευχαριστώ Tegos, daß Du und Deine Frau mich mal so richtig satt gemacht haben vor 46 Jahren!

 
ευχαριστώ Tegos, daß es Dich noch gibt!

Ich komm die Tage mal wieder rein für ein schweigsames Mineralwasser und wir lauschen den Geschichten vom Pilzsammler ...

Donnerstag, 28. Juli 2016

Bald geht es hier wieder weiter ...

... so wie auf meinem Katzentisch verkündet, mit einer etwas weniger intrigant-komplizierten Thematik.

Stolberg - Atsch - Grafitti     

Also noch einfacher wie das hier ...

Grafitti - Süsterfeldstraße  

 Eher so was in der Art.
 

 
Mal sehen ...

Donnerstag, 12. Mai 2016

Aachener Gemütlichkeit die ... xte

Die Bank ist noch in Ordnung, - mit der Kunst in der Natur kann ich weniger anfangen.





Es gibt schlimmeres ...

Samstag, 16. April 2016

Aachener Gemütlichkeit die ... xte

... aus der Kategorie-Serie öffentliche Sitzmöbel in meiner Heimat.

Erkennbar kaputt ist eigentlich nix.


Eigentlich ´ne ruhige und gute Wohngegend rund um den Hubertusplatz am Boxgraben.


Der Kaiser-Friedrich-Park mit seinem Hangeweiher gehört zu den schönsten und leider auch von zeitgenössischen Arschgesichtern stark frequentierten Anlagen der Stadt.


Ein Aachener Industrieller hat jetzt mal ganz groß sein Geld-Schatulle geöffnet, um da ein bisschen aufzuräumen.


Also so wirklich schick war´s ja am Kronenberg an dieser Stelle eh schon lange nicht mehr ...


... obwohl auch keine schlechte Wohnlage so dicht am Aachener Wald.


In 2016 sah es mit der Gemütlichkeit immer noch nicht so wirklich prall aus.


Früher nannte man diese Straße am Kronenberg auch schon mal - leicht abgehoben zugegebenermaßen - den Kudamm dieser Wohnlage. Das sieht heute anders aus.


Immerhin gibt es noch die Dornrößchen-Post-Stelle bei Seltix, wo es so ruhig zugeht wie in einem Sanatorium.

Und nett und umtriebig sind die da auch. Kümmern sich echt da ...

Aber sonst sieht es da inzwischen eher so aus. Die letzte Kneipe ´Zur Kronenwirtin´ hat die Hähne für immer abgeschraubt.


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So schlimm wie am Berliner Kotti wird es hier aber nie werden. 

Eine Stadt, in der die moralisch-intellektuelle Idiotie ihre Renaissance erfährt und zum hippen Zeitgeist erhoben worden ist, hat´s aber auch nicht anders verdient.

Es heißt nicht mehr "Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt" (Ernst Reuter) sondern "Völker der Welt, scheißt auf diese Stadt"...

Uns sie tun´s. Überall und stetig ...




Ich glaub, ich bin etwas vom Thema abgekommen ... :-).

Schönes Wochenende noch.