Montag, 1. August 2016

Tegos Tegos | Das hellenische Mammut in Aachen

Dieser Beitrag hätte auch Teil der Serie ´Aachen | Das große Fressen und Saufen ...´ sein können.

Nein! Dem Herrn Tegos Tegos von der alten Griechen-Pinte Hellas in der Aachener Königsstraße gebührt die Ehre eines eigenen Titels.

Er ist der letzte große Hellene aus jener Zeit, wo Aachen die Stadt in Deutschland gewesen war, welche den höchsten Bevölkerungs-Anteil an Griechen bundesweit hatte.

Die tieferen Gründe für den großen Exodus vieler Griechen in den Sechziger Jahren des XX Jahrhunderts waren auch in den damaligen politischen Verhältnissen jener Ära zu suchen, die vom Griechischen Bürgerkrieg und der Griechischen Militärdiktatur geprägt gewesen waren.

Weshalb sie größtenteils nach Aachen gekommen waren? Keine Ahnung! 

Aber es war eine tolle Zeit gewesen, - haben doch die Griechen in Aachen in den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern dafür gesorgt, daß es eine Unzahl an guten und günstigen griechischen Restaurants und Kneipen gab, die so manchen Aachener und vor allem viele Studenten auch nach der ersten Hälfte eines Monats mit durchaus gnadenreichen Preisen durch den Rest des Selben durchfütterten ... 

Tegos Tegos war einer von ihnen! 





Sein Restaurant hatte ich mit einer Gruppe bekiffter Freaks das erste mal 1970 betreten, anläßlich meines Besuchs des Pop-Festivals im Soerser Reiterstadion.

Seine Frau führte das Regiment in der Küche und wir wurden als immer hungrige Hasch-Jünger vorzüglich mit allem bedient was die griechische Küche aus Töpfen und Pfannen zaubern konnte.

Kurz darauf war ich wieder in Berlin, landete erst mal für längere Zeit in Alt-Moabit 12a und hatte diese Gaststätte - als ich 1976 nach Aachen gezogen war - zwar nicht vergessen, sie allerdings auch nie wieder gefunden, obwohl ich im Laufe der Jahrzehnte immer mal sporadisch danach suchte.
O o o o o

Im Juni 2014 flaniere ich mal wieder ziellos so durch die Stadt und entdecke dieses Stilleben urbanen Stadt-Ambientes am Templergraben Ecke Königsstraße.


Kippenautomat, angesiffter Kaugummikasten, ´n bißchen Müll und Dreck sowie einer Gedenktafel für die Gräfin von Harscamp.


Ich steh ja auf so was ...


Während ich so knipse, geht die Tür der Gaststätte auf und Tegos tritt heraus.


Was es denn so Interessantes zu photographieren gäbe an seinem Haus, wollte er wissen.

Wir kommen ins plaudern und ich erkläre ihm meine photographischen Lieblings-Motive.

Er bittet mich in seine Gaststätte hinein und, ---- !!! ich denk, ich fall´ in Ohnmacht, - !!!

Ich schwör´s beim Zeus, ich steh in der Kneipe, in der ich das letzte mal 44 Jahre zuvor meine Schritte gelenkt hatte, um meinen THC-bedingten Hunger zu stillen.








Ich hab alles auf Anhieb wiedererkannt, nur, daß es nicht mehr nach guter, leckerer Küche der Hellenen roch.
 
Tegos kam Mitte der Sechziger des vorigen Milleniums nach Aachen und arbeitet anfangs im Straßenbau.

1969 eröffnete er mit seiner Frau diese Gaststätte, die über Jahrzehnte hinweg ein kleiner Geheimtip in der damals überbordenden Aachener Griechen-Scenerie gewesen war.

Und so hatte ich ihn kennengelernt.



Seither wurde in seinem auch heute noch liebenswerten Geschäft kein einziger handwerklicher Pinselstrich durchgeführt, den man auch nur ansatzweise mit einer Renovierung in Verbindung hätte bringen können.


Ganz so, wie es mir gefällt ... !

Im Jahre 2009 konnte er noch mit seiner Familie das 40-jährige Jubiläum feiern.

Nun ist sehr ruhig geworden in seiner Kneipe ...!

Vor einigen Jahren verstarb seine Frau.


Die Kochplatten blieben ausgeschaltet.

Die Kinder sind nicht immer bei ihm.


Die alte (Stamm-)-Kundschaft in Kiez stirbt aus. "Sind alle weg ..." sagt er traurig.

Die jungen Anwohner gehen heute woanders hin.

Die Zeit der Griechen in Aachen ist schon seit Langem vorbei und einen hippen Event-Charakter hat seine Gaststätte heutzutage nicht wirklich. WLAN gibt es auch nicht ... :-)

Das könnte eigentlich schon fast wieder trendy werden ... ! Müßte nur irgendwie gehypt werden ... !

Ab und zu kommt ein einsamer, Bitburger trinkender Pilzsammler rein, dessen mykologischen Ausschweifungen er nun schon seit einigen Jahren mit stoischer Ruhe ausgeliefert zu sein scheint.



ευχαριστώ Tegos, daß ich Dich kennen lernen durfte!

ευχαριστώ Tegos, daß Du und Deine Frau mich mal so richtig satt gemacht haben vor 46 Jahren!

 
ευχαριστώ Tegos, daß es Dich noch gibt!

Ich komm die Tage mal wieder rein für ein schweigsames Mineralwasser und wir lauschen den Geschichten vom Pilzsammler ...

Donnerstag, 28. Juli 2016

Bald geht es hier wieder weiter ...

... so wie auf meinem Katzentisch verkündet, mit einer etwas weniger intrigant-komplizierten Thematik.

Stolberg - Atsch - Grafitti     

Also noch einfacher wie das hier ...

Grafitti - Süsterfeldstraße  

 Eher so was in der Art.
 

 
Mal sehen ...

Donnerstag, 12. Mai 2016

Aachener Gemütlichkeit die ... xte

Die Bank ist noch in Ordnung, - mit der Kunst in der Natur kann ich weniger anfangen.





Es gibt schlimmeres ...

Samstag, 16. April 2016

Aachener Gemütlichkeit die ... xte

... aus der Kategorie-Serie öffentliche Sitzmöbel in meiner Heimat.

Erkennbar kaputt ist eigentlich nix.


Eigentlich ´ne ruhige und gute Wohngegend rund um den Hubertusplatz am Boxgraben.


Der Kaiser-Friedrich-Park mit seinem Hangeweiher gehört zu den schönsten und leider auch von zeitgenössischen Arschgesichtern stark frequentierten Anlagen der Stadt.


Ein Aachener Industrieller hat jetzt mal ganz groß sein Geld-Schatulle geöffnet, um da ein bisschen aufzuräumen.


Also so wirklich schick war´s ja am Kronenberg an dieser Stelle eh schon lange nicht mehr ...


... obwohl auch keine schlechte Wohnlage so dicht am Aachener Wald.


In 2016 sah es mit der Gemütlichkeit immer noch nicht so wirklich prall aus.


Früher nannte man diese Straße am Kronenberg auch schon mal - leicht abgehoben zugegebenermaßen - den Kudamm dieser Wohnlage. Das sieht heute anders aus.


Immerhin gibt es noch die Dornrößchen-Post-Stelle bei Seltix, wo es so ruhig zugeht wie in einem Sanatorium.

Und nett und umtriebig sind die da auch. Kümmern sich echt da ...

Aber sonst sieht es da inzwischen eher so aus. Die letzte Kneipe ´Zur Kronenwirtin´ hat die Hähne für immer abgeschraubt.


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So schlimm wie am Berliner Kotti wird es hier aber nie werden. 

Eine Stadt, in der die moralisch-intellektuelle Idiotie ihre Renaissance erfährt und zum hippen Zeitgeist erhoben worden ist, hat´s aber auch nicht anders verdient.

Es heißt nicht mehr "Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt" (Ernst Reuter) sondern "Völker der Welt, scheißt auf diese Stadt"...

Uns sie tun´s. Überall und stetig ...




Ich glaub, ich bin etwas vom Thema abgekommen ... :-).

Schönes Wochenende noch.

Montag, 7. März 2016

Josef Stöhr & Klaus Paier

Nachdem der Leser Wolfgang in der Kommentar-Funktion ganz aktuell mit einigen wesentlichen Berichtigungen, zu den von mir nicht mehr erinnerlichen oder falsch verorteten Örtlichkeiten beigetragen hat, aktualisiere ich diesen Beitrag mal.
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„Ich will an die Wand bringen, was mir Lust und Angst macht“. Klaus Paier
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Klaus Paier und Josef Stöhr! Euch zu Ehren und zur Erinnerung ...


Zu Beginn eine der - wie ich finde - besten Darstellungen zum Schaffen der Beiden:

Klaus & Josef | falschnehmung (von Bernd Wendt)


Und um auch das gleich mal klar zu stellen, - ALLE in diesem Artikel öffentlich eingestellten Aufnahmen sind von mir Ende der Siebziger bis in die Achtziger mit meiner damaligen Konica gemacht worden, soll heißen ALLE Rechte daran liegen bei mir. 

Trotzdem erkläre ich sie hiermit für Gemeinfrei

Soll heißen, - Ihr dürft Euch das Material (also MEINE!!! Bilder zum Thema Paier&Stöhr) runter und wo auch immer wieder hoch laden, veröffentlichen, Euch ans Knie nageln oder in die Tonne kloppen. Ich leg nicht mal gesteigerten Wert darauf, daß Ihr die Quelle - also mich - nennt, fände es aber irgendwie etwas schicker, wenn Ihr es tätet ... So ein bisschen eitel bin ich ja dann doch!

Ich denke, daß dies ganz im Sinne von den beiden Künstlern wäre.

Alle weiteren Bildrechte der hier genannten schaffenden Photographen gehören selbstredend denen, die diese Bilder gemacht haben.

Außerdem habe ich meine(!) Photos schon im Juni 2014 in der Aachener Untergrund Kultur veröffentlicht unter dem Titel

 "Aachener Wandmaler – Paier&Stöhr 78/79"

wo es im Übrigen noch ganz andere Aachener Schätze aus den dunklen Ecken der Stadt zu entdecken gibt.


Und ebenfalls gleich zu Anfang und in aller Offenheit heraus, - mir geht die in letzter Zeit in Aachen zu beobachtende öffentliche Paiermanie ziemlich auf die Aier ...

Manchmal scheint es mir, als ob sich irgendwer partout mit lokal-politischen Engagement zu diesem Thema in die Öffentlichkeit drängen möchte, weil irgendwer kein gescheiteres Thema "abbekommen" hat und mit seiner/ihrer "Energie" nichts besseres anzufangen weiß ...

Haben wir in Aachen keine anderen und drängenderen Probleme?

> Wieso und warum verschwinden immer wieder klammheimlich jede Menge Bäume in der Stadt?

> Wie kann es sein, daß in den letzten Jahren in stetig schlimmeren Ausmaßen beinahe ein einziges Architektur-Büro in Aachen die sogenannten öffentlichen Ausschreibungen fast stets gewinnen kann und diese Stadt großflächig verschandeln darf?

> Warum hört und liest man nichts hier drüber oder zu diesem Thema?

> Wieso liegen immer mehr und größere innerstädtische "Bauflächen" teils seit Monaten - wenn nicht Jahren - brach und wechseln teilweise ständig die Besitzer?

> Wieso ... ?

> Weshalb ... ?

> Warum ... ?
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"Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche." (Gustav Mahler)

Das "Feuer" von Paier und Stöhr ist erloschen und die "Asche" ihrer Werke eher mehr wie weniger in aller "Winde" verstreut!!! Basta ...!!!

Das erste mal sind mir die Beiden leibhaftig im Sommer 1981 im besetzten Johannes-Höver-Haus begegnet, als sie kaum einer mit Namen kannte und sie in der Apsis der früheren Kloster-Kapelle das Wandbild „David und Goliath“ schufen.

Nach dem joggen rund um den Lousberg hab ich mir damals im dortigen Besetzer-Café des alten Klosters häufig ein paar Schnittchen und ´ne Cola genehmigt.

Das ist Geschichte ...

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 "Tod Liebe Hysterie" Ende der Siebziger in der Peliserkerstraße.

Tod Liebe Hysterie | Ende 70er

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Klar, ich achte die Bemühungen von Frau Vallot vom Ausschuss für Tourismus- und Kultur der StädteRegion Aachen zu dem Thema Paier und Stöhr sehr, aber den Bürgerinnen und Bürgern von Aachen brennen ganz andere Dinge unter den Nägeln ...

Sie macht allerdings auch in der letzten Zeit die besten Schnappschüsse in der Stadt generell und zum Thema Paier insbesondere sowieso, wie man in den Beiträgen auf Ihrem Web-Auftritt stets entnehmen kann.


Außerdem - und in aller Subjektivität gesprochen - fand ich schon immer, daß der Josef Stöhr der bessere Wandmaler von den Beiden gewesen war. Äääätsch ....
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Diese Wandmalerei habe ich 1978 in der Annastraße abgelichtet, etwas rechts von der Hausnummer 58, wo sich heute die Einfahrt zum unterirdischen Parkplatz und das Friseurgeschäft HairLine am Hermann-Heusch-Platz befinden.
 
1978 Paier | Annastraße

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Der letzte, der eine ernstzunehmende Aussage zu dem Schaffen und den Werken von Josef Stöhr und Klaus Paier hat verlauten lassen, war der frühere Bürgermeister und damalige Großinquisitor gegen alles, was nicht der christlichen Sozial-Ethik "seiner" Stadt betraf, Kurt Malangré.

Ein heute altersmilder und durchaus "geläuterter" Ex-OB, vor dem ich meinen Panamahut ziehe ...

Auf seine Initiative wurde 2011 das Graffito "Liebespaar" des Aachener Wandmalers Klaus Paier unter Denkmalschutz gestellt. Dieses Wandbild entstand illegal 1979 in seiner Amtszeit als Oberbürgermeister.

Unvergessen seine Ansichten und Worte im Café Kittel zur Eröffnung der Ausstellung

„Denkmalgeschützt!“ – Mauerbilder des Aachener Wandmalers Klaus Paier mit Fotografien von Regina Weinkauf im Herbst 2011.

 „Vielleicht habe ich etwas gutzumachen, wer weiß.“(Kurt Malangré)

Auf reges Interesse stieß im Frühjahr 2012 auch die Ausstellung „Streetart 1978 – 2012 (eine Zeitreise)“ im Herzogenrather
Nell-Breuning-Haus, wo Regina und Dieter Weinkauf u.a.
Fotografien von Werken des 2009 verstorbenen Wandmalers Klaus Paier ausstellten.


Regina und Dieter Weinkauf gehören meiner Meinung nach in Aachen zu den wenigen "ernst zu nehmenden" Apologeten in Sachen Paier/Stöhr und Co., begleiten doch die Beiden das Werk der Wandmaler (nicht!!! Sprayer) nicht erst seit gestern, sondern - wie es scheint - schon seit geraumer Zeit.

Beide pflegen jeweils eine umfangreiche Sammlung ihrer Bilder zum Thema der Wandmaler Stöhr und Paier, die ich hier vorstellen und zur Ansicht empfehlen möchte:

KLAUS PAIER, der "Aachener Wandmaler" (von Dieter Weinkauf)

und Klaus Paier | Murals (von Regina Weinkauf).


Auch andere Öcher Jungens und Mädels haben sich schon mit den Wandmalereien der Beiden beschäftigt, wo die Farbe ihrer Werke noch nicht trocken gewesen zu sein schien ...

So z. B. Rudi Roelz, der mir immer wieder mit ein paar Bildern zu allen möglichen Themen "aushilft" oder Norbert Schnitzler, der die

Bilder des Aachener Wandmalers Klaus Paier 

schon fast ab Mitte der Achtziger angefangen hat, zu photographieren und auch weiteres zu diesem Thema auf seinem Graffiti-Index beiträgt, daß auf keinen Fall ungesehen bleiben sollte.

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Dieses Wandbild befand sich im Bereich Annuntiatenbach /Augustinerbach / Eilfschornsteinstraße ...

Das ist falsch! Der Leser Wolfgang berichtigt 

"...Ich fange dann mit meiner Besserwisserei bei "Kinder macht euren eigenen Sex" an. Das gab es auf dem Abrissgelände der ehemaligen Molkerei Gatzweiler zu sehen. Die TH hatte dort (Marienbongard) jahrelang einen Parkplatz."


1978 oder 1979



1978 oder 1979


... zu einer Zeit, als es dort noch so aussah wie auf dem folgenden Bild (die Aufnahme von der Ecke hab ich 1986 gemacht).

Eilfschornsteinstraße Ecke Augustinerbach 1986



Wolfgang hat Recht! Der Parkplatz am Marienbongard befand sich im Hinterbereich des ehemaligen Malteserkeller und der damaligen Mensa 6.
 

Auf der Seite WDRdigit kann man sich per Suchbegriff "Malteserkeller" ein paar Bilder von mir zu dieser Örtlichkeit anschauen.
 

Da hätte ich auch schon früher drauf kommen können ... :-)
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Irgendwann hing sich im vergangenen Jahr dann auch die an Ödheit kaum zu über- oder unterbietende Aachener Lokal-Journaille an dieses Thema ran.


Kampf um Werk von Klaus Paier |||

Graffito-Kunst: Kampf um den Erhalt des Erbes von Klaus Paier |||  


Klaus Paiers Wandbild wird gerettet ||| 

usw ... usf ... gäääähn ...! Das ist der selbe Zeitungsverlag, der in der Schaffensperiode von Paier und Stöhr in den 70er/80er Jahren noch ziemlich derbe gegen die damals ´bekanntesten unbekannten Wandmaler´ gehetzt hatte.

Na gut! Schwamm drüber ... ! Auch ich werde milder ... :-)!
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"Schrei leise" habe ich ebenfalls 1978 am Augustinerbach abgelichtet und zwar exakt an der Stelle gegenüber dem Kaiser-Karls-Gymnasium, wo später eines seiner berühmtesten Werke "Zwischen den Tagen" entstand, wie Frau Regina Weinkauf korrekt recherchiert und auf der Aachener Webseite Unser Aachen von Uschi Ronnenberg veröffentlicht hat. Finde ich gut gemacht von Frau Weinkauf.


Schrei leise | 1978

Im Dezember 2014 hat es dort so ausgesehen.


Zwischen den Tagen | Fragment 2014

Dies ist das Resultat einer ziemlich aufwändigen Sanierung des Mauerwerks. An dem eigentliche Werk von Paier müsste noch gearbeitet werden, um es langfristig zu sichern.

An dieser Stelle möchte ich auch auf die photographische "Beweissicherung" des Herrn Franz-Josef Wirtz hinweisen, der in den Neunziger Jahren etliche tolle Aufnahmen von Paiers Malereien gemacht hat, die teilweise 10 bis 12 Jahre früher und somit zu Beginn der Achtziger entstanden sein müssen.

Natürlich ist vom Herrn Wirtz auch das Bild "Zwischen den Tagen" abgelichtet worden. Ich bedanke mich bei ihm für seine tollen Bilder und den erläuternden Worten dazu.
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Zwei Bilder aus dem Jahre 1978.

Wo ich die Aufnahme "Es herrscht immer Krieg in den Fabriken" gemacht habe, ist mir nicht mehr erinnerlich.

Der Kommentator Wolfgang informiert, "... "Es herrscht immer Krieg in den Fabriken". ... Um es kurz zu machen, die Mauer stand in der Eilfschornsteinstraße."



Es herrscht immer Krieg ... | 1978
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Das hier ist irgendwo im, am oder auf dem Gelände der RWTH gewesen. Möglicherweise am Karman-Auditorium.

Karman-Auditorium ist falsch! 

Wolfgang hat Recht, ""Wehrt Euch" war in der Bachstraße, siehe https://allopach.wordpress.com/2014/06/22/aachener-wandmaler-kunstforum-international/ ".



Wehrt Euch | 1978
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Hinter den vielen Links zu den von mir genannten Photographen sind jede Menge schon seit langem verschwundene und fast völlig vergessene Werke von Paier und Stöhr zu entdecken.

Oder es werden immer wieder die z.T. noch bestehenden Fragmente seiner Malereien neu abgelichtet und besprochen. 

So wie diese Arbeit  aus dem Jahre 1980 in der Aachener Reihstraße "Es eilt" im Zustand vom 1. April 2014 von mit geknipst.

Es eilt ... | 2014

Eine Scene, die in den einschlägigen Internet-Auftritten und Blogs immer wieder erscheint.

Die Aufnahme ´Die Gewalt der herrschenden Macht´ habe ich 1979 in der Straße Soldatengässchen in Burtscheid gemacht.


Das ist diese kleine Verbindungsgasse von der Amyastraße zur Neustraße. Das Werk befand sich an der seitlichen Hauswand des früheren Kinos Diana.



"Der Schwimmer" von mir im Jahre 1987 in der Borngasse abgelichtet.


Der Schimmer | Borngasse 1987

Die gesamte damalige Häuserzeile existiert nicht mehr, jedoch wurde diese Bild in den Räumen der IHK Aachen durch privates Engagement nach gemalt. Guter Einsatz ...!!!
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Kennt noch jemand "Steigt aus", was ich 1977 oder 1978 in der Peterstraße am Bushof aufgenommen habe? 


Hier bin ich mir allerdings nicht sicher, ob es sich nicht um eine Wandmalerei von Josef Stöhr handeln könnte ...
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Die nächste Aufnahme ist NICHT!!!von mir, sondern von Stefan P. irgendwann gemacht worden, wo das Bild "Der Tod ist eine weisse Wolke" einen deutlich besseren Zustand hatte ...


Irgendwann von Stefan P.

... wie auf meinen Ablichtungen im Dezember 2014 ...


Fragment "Der Tod ist eine weisse Wolke | 2014

... an der Hausfassade vom Mörgens-Theater an der Mörgens- Ecke Hubertustraße.

Fragment "Der Tod ist eine weisse Wolke | 2014

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So! Was hab ich denn noch? Ich glaub, das war´s ...

Nee! Mist, Mr. Spock ist tot. Er hat mal gesagt,


"Wahnsinn hat keinen Sinn. Oder einen Grund. Aber er könnte ein Ziel haben."

Gut, daß er es nie hat drauf ankommen lassen, heraus zu finden, ob er Recht gehabt hätte ...

Luftschutzbunker Eupener Straße | 1978


Diesen Luftschutzbunker gibt es schon seit etwa 1995 oder so nicht mehr. Da steht jetzt ein Wohnhaus.
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Auf Facebook gibt es auch noch ein Album mit bemerkenswerten Bildern aus den Achtzigern.

Auf dem Video-Portal VIMEO gibt es einen faszinierenden 21-minütigen Clip zu sehen, der zwar mit einer eher grenzwertigen Musik unterlegt ist aber den Geist jener Zeit eindrucksvoll widerspiegelt.





Wer möchte, kann sich hier das eine oder andere Bild als Postkarte bestellen oder viele genannten Motive noch einmal aus ungewohnter Perspektive betrachten.

Klaus Paier starb am 9. Juli 2009 im Alter von 64 Jahren in Köln an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung.

Der „Aachener Wandmaler” ist tot


Von Josef Stöhr hab ich seit Ewigkeiten nichts mehr gehört, gelesen oder gesehen ...

Bis die Tage | Der Tano